Sandra Haltbartschlager - mit Ruhe, Herz und Mostviertler Bodenständigkeit
Wer Sandra Halbartschlager kennt, weiß: So schnell bringt sie nichts aus der Ruhe. Mit ihrer herzlichen, pragmatischen Art ist sie seit über zehn Jahren ein verlässlicher Fixpunkt in unseren Hotels – zuerst als Lehrling im RelaxResort, später als Rezeptionschefin im Schloss und heute in Teilzeit an der Rezeption sowie im Gruppenreiseverkauf.
Sandra, erinnerst du dich noch an deinen ersten Arbeitstag?
„Ganz gut sogar“, lacht sie. „Eigentlich hätte ich früher starten sollen, aber wegen der Führerscheinprüfung musste ich meinen ersten Tag verschieben. Und dann war gleich die ganze Woche eine große Seminar-Gruppe im Haus. Die Trainer wollten sofort kompetente Auskünfte – und ich bin ordentlich geschwommen. Das war eine echte Feuertaufe.“
Trotzdem wusste sie schnell: Das ist ihr Beruf.
„Ich brauche Menschen um mich. Ich könnte nie alleine in einem Büro sitzen.“ Inspiriert wurde sie übrigens von einem Fernseh- Vorbild: „Meine Eltern haben immer Sturm der Liebe geschaut. Der Chef-Rezeptionist dort war so souverän – das hat mich sehr beeindruckt.“ Fast wäre es schief gegangen: „Bei meiner Bewerbung habe ich meine Handynummer falsch geschrieben. Zum Glück hab ich eine E-Mail Antwort bekommen."
Bereits im dritten Lehrjahr wurdest du Rezeptionsleitung.
„Ja, das war eine riesige Bestätigung. Unsere damalige Rezeptionschefin Martina hat mich gefragt, ob ich die Vertretung übernehme. Ich habe mich unglaublich gefreut, dass man mir das schon zutraut. In der Berufsschule haben sie nicht schlecht geschaut.“
Nach drei Jahren folgte der nächste große Schritt: die Leitung der Rezeption im Schloss.
„Ich habe mich wieder sehr gefreut, dass man mich dort sieht. Anfangs konnte ich mir gar nicht vorstellen, dass mir das Schloss einmal so vertraut wird, wie die Kothmühle. Dort kannte ich als Lehrling jeden Winkel. Aber irgendwann war auch das Schloss mein zweites Zuhause.“
Als Rezeptionschefin konnte dich kaum etwas aus der Ruhe bringen. Woher kommt diese Gelassenheit?
„Von außen wirkt es wahrscheinlich ruhiger, als es sich innen manchmal anfühlt“, sagt sie ehrlich. „Aber ich denke lösungsorientiert. Wenn ein Problem auftaucht, überlege ich sofort: Wie kriegen wir das jetzt pragmatisch hin?“ Hektik helfe niemandem – Klarheit schon. „Und ich glaube, eine gewisse Herzlichkeit nimmt heiklen Situationen die Schärfe.“
Heute arbeitest du nach der Babypause in Teilzeit an der Rezeption und machst den Gruppenreiseverkauf. Wie fühlt sich das an?
„Man legt die Verantwortung nicht ganz ab“, schmunzelt sie. „Bei den Gruppenreisen bin ich froh, dass ich weiterhin dafür verantwortlich sein darf. Gleichzeitig bin ich manchmal auch erleichtert, nicht mehr für alles verantwortlich zu sein.“
Deine Erfahrung bleibt gefragt:
Ich glaube, die Kolleginnen und Kollegen schätzen es, dass ich vieles schon erlebt habe. Und manchmal sage ich: ‚Früher haben wir das anders gemacht.‘ Jetzt verstehe ich auch unsere Seniorchefin besser.“
Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf:
„Es ist eine schöne Auszeit vom Mama-Sein. Die Kolleginnen tauschen auch hilfsbereit, wenn mal ein Kind krank ist, und meine Familie ist hier ebenfalls eine große Unterstützung.“
Was schätzt du besonders am Team im Schloss?
„Durch die vielen Hochzeiten und Events sind wir extrem zusammengeschweißt. Bei großen Veranstaltungen hilft jeder in jeder Abteilung. So versteht man die Sorgen der anderen viel besser. Das schafft echtes Miteinander.“ „Die Betriebsausflüge finde ich extrem cool, sechs Jahre war ich in Babypause – jetzt kann ich endlich wieder mitfahren. Privat miteinander zu reden, über andere Themen als Arbeit zu lachen, das schafft Verständnis.“ Besonders klasse finde ich es, dass wir mit beiden Hotel-Betrieben gemeinsam wegfahren, so lernen wir uns echt viel besser kennen und haben mal so richtig Spaß!
Was bedeutet es dir, Mostviertlerin zu sein?
„Für mich ist das eigentlich selbstverständlich. Aber wenn ich Gästen darüber erzähle, was unsere Region alles kann, dann bin ich schon stolz.“
Und nach über zehn Jahren?
„Es ist eigentlich eine extrem lange Zeit. Ein Drittel meines Lebens bin ich schon bei den Scheiblauer Hotels. Ich kann mir gar nichts anderes vorstellen.“?
Was gibt dir wieder Energie für dein Tun?
„Zeit mit Freunden, belanglos plaudern und lachen. Und Yoga in St. Leonhard – ein Abend in der Woche, der nur mir gehört. Darauf freue ich mich jedes Mal.“
Mehr zu unserem Team >>
Jobs im Schloss an der Eisenstrasse >>
Fotocredits:
Sandra im Seminarraum: Doris Schwarz-König
alle anderen: Das Schloss an der Eisenstrasse